Hammerzehen - Wenn der Zeh schmerzt !

Veröffentlicht am von

Hammerzehen - Wenn der Zeh schmerzt !

Erst wenn unsere Füßen ständig schmerzen merken wir, wie wichtig unsere Laufwunder eigentlich sind.

Dabei entstehen Hammerzehen und andere "Fußleiden" bei den meisten Menschen nicht von heute auf morgen.

Oft vergehen Jahre bevor man das Problem angeht.

Dabei ist gerade bei Hammerzehen eine frühzeitige "Behandlung"  zu empfehlen, da der gezielte frühe Einsatz von Fußübungen und Einlagen Operationen hinaus zögern oder gar vermeiden kann.

Hammerzehen sind eine sehr weit verbreitete Verformung der Zehen. Je nach Art der Verformung werden Sie auch Krallenzehe oder Schnabelzehe genannt.

Hammerzehen treten meistens an den mittleren Zehen 2 bis 4 auf.

In ausgeprägten Fällen versteifen die Zehen in der Fehlstellung und es kann zu einer Übereinanderlagerung mehrer Zehen kommen.

Das kennt man auch unter dem Begriff "Reiterzehe", da sich die Zehen übereinanderschieben. In den Zehenzwischenräumen bilden sich häufig schmerzende Hühneraugen oder Druckstellen.

Es kommt zu Entzündungen oder Pilzbefall in den Zehenzwischenräume, da hier oft nur eine ungenügende Hygiene erreicht wird.

Bei Menschen mit einem Spreizfuß oder dem sehr bekannten Hallux Valgus finden sich oft Hammerzehen.

Durch die Überstreckung des Grundgelenks kommt es bei Tragen von Schuhen zu schmerzenden Druckstellen am Zehenrücken und die Zehenspitze bohrt sich wie ein Stachel in die Schuhsohle.

Die permanente mechanische Überlastung kann chronische Beschwerden verursachen. Die Sehnen bilden sich zurück, da sie beim Laufen nicht mehr aktiviert werden.

Einmal verkümmerte Sehnen lassen sich aber nicht mehr reparieren oder ersetzen. Entstandene Versteifungen der Zehengelenke können nur durch eine Operation verändert werden.

Gerade bei Hammerzehen ist daher Sport für die Zehe sehr wichtig, um eine Versteifung der Zehengrundgelenke zu vermeiden.

Im fortgeschrittenden Stadium helfen keine der im Handel angebotenen Hammerzehenpolster, Zehentrenner oder Bandagen.

Ganz im Gegenteil, sie können die Schmerzen teilweise noch verschlimmern.

Dann hilft nur noch der Gang zum Chirurgen.

Lassen Sie es nicht soweit kommen.

Unser Tipp

  • Gehen Sie rechtzeitig zum Krankengymnasten.
  • Legen Sie sich passende Spreizfußeinlagen zu.
  • Nutzen Sie Hammerzehenpolster oder Druckschutzkämme.
  • Gehen Sie zum Podologen und lassen bereits bestehende Druckstellen und Hühneraugen fachmännisch entfernen.
  • Machen Sie Fußgymnastik. Zahlreiche Ideen und Anregungen finden Sie in unserem Blog oder im Internet.
  • Tragen Sie passendes Schuhwerk oder lassen Sie sich bei einen Orthopädieschuhmacher beraten.
  • Nutzen Sie unsere Fußsprechstunde.